Asbestentsorgung

Eternit Entsorgung

Umgang mit Asbest und Asbestentsorgung

Voraussetzungen für den Umgang und Asbestentsorgung
Für Gewerbe und Privatbereich gilt, daß Asbesterzeugnisse nicht mit Arbeitsgeräten bearbeitet werden dürfen, die deren Oberfläche abtragen oder angreifen (z.B. Einsatz von Stahlbürsten, Schleif- und Hochdruckgeräten).Als Ersatzstoffe für ausgebaute Asbestmaterialien dürfen nur asbestfreie Stoffe verwendet werden.


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Das anfallende Material ist nach dem Ausbau als Abfall zu betrachten. Eine Weitergabe an Dritte ist im privaten sowie im gewerblichen Bereich verboten (Chemikalienverbotsverordnung).
Asbest ist auf einer zugelassenen Deponie zu entsorgen. Beim Transport sind die Bestimmungen der Gefahrgutverordnung Straße (GGVS) sowie des Abfallrechts (KrW-/AbfallG) zu beachten. Die untere Abfallbehörde (Landratsamt oder kreisfreie Stadt) ist Ansprechpartner bei Fragen des Abfallrechtes. Der bei Asbest notwendige Entsorgungsnachweis ist dort zu beantragen. Die Anlieferungsbedingungen sollten vorher mit dem Betreiber der Deponie geklärt werden. Zu den personellen Voraussetzungen im gewerblichen Bereich gehört der erfolgreiche Abschluß eines behördlich anerkannten Sachkundelehrganges für den Aufsichtsführenden und seinen Stellvertreter. Bei den Lehrgängen wird entsprechend den staubenden Eigenschaften des zu bearbeitenden asbesthaltigen Materials unterschieden nach fest gebundenem (z.B. Asbestzementplatten) und schwach gebundenem (z.B. Spritzasbest) Asbest.

 Die Fachfirma muß über Abbruch- und Sanierungsfachkräfe verfügen, die zahlenmäßig und fachlich in der Lage sind, sowohl die Arbeiten sachgerecht und sicher durchzuführen, als auch die erforderliche sicherheitstechnische Ausrüstung, z.B. Absaug- und Entsorgungsanlagen, zu bedienen und zu überwachen.

Außerdem müssen sich alle, die mit Asbest umgehen, Vorsorgeuntersuchungen unterzogen haben. Diese Untersuchungen werden von zugelassenen Arbeitsmedizinern bzw. auch von berufsgenossenschaftlichen Diensten durchgeführt.

Vor Aufnahme der eigentlichen Tätigkeit sind die Mitarbeiter an Hand der zu erstellenden Betriebsanweisung über den sicheren Umgang mit Asbest und die jeweiligen Abbruch- und Sanierungsverfahren zu unterweisen, Inhalt und Zeitpunkt der Unterweisungen sind schriftlich festzuhalten und von den Unterwiesenen zu unterschreiben. Diese Unterlagen sind mit den Nachweisen der Vorsorgeuntersuchungen, eventuell auch über die Zulassung von Geräten, auf der Baustelle zur Überprüfung bereitzuhalten.

 ASl-Arbeiten sind grundsätzlich 14 Tage vor Beginn der Arbeiten beim Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt und bei der zuständigen Berufsgenossenschaft anzuzeigen (Formblatt TRGS 519 Anlage 1, Anzeigepflicht  nach § 37 GefStoffV).

Bei Arbeiten mit schwach gebundenem Asbest muß außerdem noch eine allgemeine Zulassung (§39 GefStoffV) der Firma vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt vorliegen, hierbei werden die personellen und gerätetechnischen Voraussetzungen der Firma geprüft.


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Regeln zum Umgang
Nach § 15a GefStoffV dürfen Arbeitnehmer Asbest nicht ausgesetzt sein, es sei denn es werden ASI-Arbeiten durchgeführt.
Die Technische Regel für Gefahrstoffe -TRGS 519

– legt im Detail fest, was bei ASIArbeiten

beachtet werden muß. Bei diesen Arbeiten wird grundsätzlich davon ausgegangen, daß der Richtwert von 15 000 Fasern/m³ überschritten wird. Die Schutzmaßnahmen, die deswegen hinsichtlich Arbeits- und Immissionsschutz getroffen werden müssen, orientieren sich an folgenden Zielen:

 – Schutz der Arbeitnehmer vor Gefahren durch den Umgang mit Asbest

 – Verhindern des Austritts von Asbestfeinstaub in andere Arbeits- oder Nachbarbereiche

 – Entsorgung der ausgebauten Asbestprodukte ohne Gefahr für Arbeitnehmer, Dritte oder die Umwelt. Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören Atemschutz (Filtermasken mit Partikelfilter P2 bzw. P 3) und Schutzkleidung (Schutzanzug, Stiefel, Handschuhe und Helm).

 Als hygienische Schutzmaßnahme wird ein Rauch-, Trink- und Schnupfverbot am ASIArbeitsplatz gefordert.

Für die Reinigung nach ASI-Arbeiten sind nach § 22 GefStoffV Waschräume sowie Räume mit Möglichkeiten zur getrennten Aufbewahrung von Straßen- und Arbeitskleidung vorzusehen.

Bei staubenden Tätigkeiten sind Umkleideräume zur Verfügung zu stellen, die durch einen Duschraum voneinander getrennt sind. Verschmutzte Arbeitskleidung (Mehrfachoder Mehrwegschutzanzüge) muß vom Arbeitgeber gereinigt werden. Hierbei ist die Kleidung in staubdichten Beuteln mit Hinweis auf Vorliegen von Asbest (Asbestkennzeichnung) zu transportieren.

 Je nach staubender Eigenschaft der behandelten Asbestprodukte sind Schutzvorkehrungen gegen das Freisetzen von Asbestfasern in die Umwelt zu treffen.

Bei Dacharbeiten kann z.B. der Einsatz von Faserbindemitteln und das Absaugen der Stäube mit zugelassenen Staubsaugern und vor allem das bruchfreie Arbeiten eine Staubfreisetzung verhindern.Bei Fassadenarbeiten sollten die Fenster geschlossen sein und zusätzlich abgedichtet werden.

Bei Arbeiten in Innenräumen müssen sorgfältige Abschottungen, eventuell eine selbständig überwachte Unterdruckhaltung sowie ein Schleusensystem dafür sorgen, daß keine Stäube in die Umwelt oder in Nachbarbereiche gelangen. Die Abluft von Absauganlagen bzw. Filtereinrichtungen darf nicht mehr als 1000 Asbestfasern/m³ enthalten 

Bei staubenden Innenraumarbeiten (z.B. Arbeiten mit schwach gebundenem Asbest) ist nach Abschluß der Arbeiten und anschließender Feinreinigung durch eine Abnahmemessung der Erfolg der Sanierung festzustellen. Der Raum kann zur Benutzung freigegeben werden, wenn die Restfaserkonzentration von 500 F/m³ erreicht bzw. unterschritten wird.

 

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