Asbestentsorgung

Eternit Entsorgung

Asbest erkennen

 

▪ Form
Bauteilgeometrie, Wellplatte, ebene Platte, Rohr etc.
▪ Farbe
in der Regel weißgrau oder grau, grau- braun oder bläulich.

▪ Struktur
Fasern visuell erkennbar; unter der Lupe manchmal durch sich aufspaltende Faser-büschel gekennzeichnet.

▪Klang
Hohler Klang lässt bei Wänden auf Leicht- bau schließen; nähere Untersuchungen sind notwendig; harter schallender Klang kann auf Asbestzementplatten hinweisen.

▪ Festigkeit
Spritzasbest ist weich und ist leicht ein- zudrücken.

▪ Ritzbarkeit
Leichte Platten sind leicht ritzbar und leicht zu zerbrechen.

▪ Härte
und Asbestzementplatten sind extrem hart Sprödigkeit und brechen spröde.

Wo findet sich heute noch Asbest und wie kann es entsorgt werden?
Vor allem in älteren Gebäuden befinden sich auch heute noch Außenwandverkleidungen oder Dacheindeckungen aus Eternit. Asbestplatten oder Asbestpappe sind oft noch in älteren Holzgebäuden oder als Zwischenlage unter Elektro-Abzweigdosen zu finden. Auch wer noch alte Fußbodenbeläge aus Kunststoff im Haus hat, sollte diese auf Asbest hin untersuchen lassen.
Da etwa in China noch Asbest legal verarbeitet werden darf, sollte bei importierten Faserzementprodukten unbedingt auf deren Inhaltsstoffe geachtet werden.
Wenn nun in einem Gebäude Asbest lokalisiert wurde, wird es schwierig, denn eine Asbestsanierung ist äußerst aufwendig. Handelt es sich um locker aufgetragenen Asbest, wird dieser in Handarbeit gelöst und mit einem eigens dafür vorgesehenen Saugsystem abgesaugt. Wenn alle Fasern entfernt wurden, wird anschließend noch ein Restfaserbindemittel aufgetragen. Nach der Endreinigung und Trocknung muss eine Raumluftmessung zeigen, ob die Grenzwerte nun im Gebäude nicht mehr überschritten werden. Erst wenn dies der Fall ist, darf das Gebäude wieder ganz normal genutzt werden.
Während der kompletten Arbeiten muss die Sanierungsbaustelle staubdicht abgeschlossen sein und im Inneren muss ein Unterdruck gehalten werden. Einzig durch ein Schleusensystem ist ein Betreten oder Verlassen möglich.
Da asbesthaltiger Abfall als „gefährlicher Abfall“ eingestuft ist, ist die Entsorgung nicht ganz einfach und darum auch recht teuer. Die Abfälle können nur bei DK I- oder DK II-Deponien oder bei örtlichen Recyclinghöfen abgegeben werden. Diese werden dann auf der Deponie in sogenannten „Big Bags“ verpackt und gelagert. Um eine Freisetzung von Fasern zu verhindern, werden sie zum Schluss noch mit einem mineralischen Material abgedeckt


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